Fühlst du dich in deinem eigenen Zuhause manchmal unwohl oder gestresst? Du bist nicht allein. Viele Menschen erleben Phasen, in denen ihr Wohnraum alles andere als einladend wirkt. Ein ungemütliches Zuhause kann sich auf unsere Stimmung und unser allgemeines Wohlbefinden auswirken. Lass uns gemeinsam herausfinden, wie kleine Veränderungen große Wirkung zeigen können und wie du wieder Freude an deinem Wohnraum finden kannst!
Unordnung, Gedöns und nicht zu Ende gedachtes…
Du kommst nach Hause und hast beim Reinkommen eigentlich schon wieder genug!
- Die dreckigen Schuhe vom Waldspaziergang stehen seit einer Woche neben der Haustür
- Das Altglas wartet darauf weggebracht zu werden
- Die Pflanze neben der Haustür braucht auch mal wieder Wasser
Das Bild setzt sich an der Garderobe fort:
- Du findest keinen freien Haken, sodass bereits die zweite Jacke auf der Bank liegt
- Alle Schuhe stehen unter der Bank, nur ist jetzt kein Platz mehr für deine Schuhe, sodass Sie als Stolperfalle im Gang stehen
- Das Sideboard steht voll mit Gedöns. Du wolltest doch nur deine Schlüssel ablegen…
Schon genervt, bevor du überhaupt richtig angekommen bist? Ursache ist die Unordnung, die Unruhe schafft und einfach nicht gemütlich und einladend wirkt.

Was du nun tun kannst:
- Gedöns minimieren: Hochwertige und eindrucksvolle Deko-Artikel tragen zu einer Grundstimmung und Gemütlichkeit bei. Allerdings sollte es bei wenigen und guten Pieces bleiben. Überfrachte deine Wände und Sideboards nicht mit Gedöns. Die Dinge brauchen Platz zum Atmen und wirken.
- Fasse einen Plan: Was ist zu ändern? Was kann ich kurzfristig ändern und was bedarf einem höheren Zeitaufwand?
Gib dir Zeit, um den Plan umzusetzen und hol dir bei Bedarf Unterstützung
- Mein persönlich wichtigster Tipp: Eine Struktur zu der man immer wieder zurückkehren kann, hilft. Heißt, auch, wenn es mal unordentlich ist, weiß man, dass man mit einigen Handgriffen schnell wieder zu einer Grundordnung zurückfindet.
Dein Zuhause ist leer und leblos!
Ja und das ist nun das Gegenteil von dem unaufgeräumten Eingangsbereich, den ich oben beschrieben habe. Unordnung wirkt ungemütlich, aber sterile, leere und leblose Orte ebenso.
Große Häuser mit ausreichend Platz für eine mittelgroße Familie. Die Kinder -schon längst keine Kinder mehr- wohnen aber nicht mehr dort. Und nun gibt es nicht mehr genug Leben für so viel Raum.
Was dann passiert:
- Dein Zuhause wirkt leer und leblos
- Es wirkt wie ein Hotel, das Räume nur für Gäste bereithält, die selten kommen
Was du tun kannst bzw. was du dich fragen solltest:
- Gibt es Räume, die du „frei hältst“ für den Besuch (der ehrlicherweise 3 Mal im Jahr kommt)?
- Woran liegt es, dass dieser Raum nicht aktiviert wird? Kannst du Ihn mit Leben füllen? (Ein Hobby, dein Home-Office, Fernsehzimmer etc.)
- Welche Wohnbedürfnisse werden in deinem Haus nicht mehr erfüllt? Denke mehr an dich und weniger an den Besuch.
- Oder ist die Zeit gekommen, sich räumlich zu verkleinern? Ein neues Kapitel aufzuschlagen: Kleiner Wohnen, weniger haben, neu sortieren.
Du hortest!
Du hast dir neue Bettwäsche gekauft, es war Zeit. Und es war die richtige Entscheidung, Sie ist so gemütlich und bringt dir so viel Freude. Die alte Bettwäsche ist aber auch noch „gut“, die braucht man ja nicht wegschmeißen. Und so hortest du Sie in deinen Schränken. Warum solltest du Sie auch wegtun? Irgendwann wirst du Sie sicher nochmal gebrauchen. Und bei dem nächsten Kauf von Bettlaken passiert dasselbe Spiel. Dein Schrank wird voller, ohne, dass du wirklichen Nutzen davon hast.
Was dann passiert:
- Dein Zuhause platzt irgendwann aus allen Nähten
- Du hortest viele Sachen für „Irgendwann“ und verlierst den Überblick
- Deine Schränke, Dein Keller, Dein Abstellraum werden immer voller, sodass du irgendwann nur noch den Raum davor nutzt
- Das Alles wird zu einem großen Brocken Arbeit
Was du tun kannst:
- Entdecke deine Schränke: In welche Schränke hast du schon lange nicht mehr aufmerksam reingesehen? Vielleicht hast du noch alte Schätze, denen du wieder Leben einhauchen willst. Bevor du also in das nächste Geschäft gehst, schaue mal in deinen Schrank!
- Ausmisten tut gut. Versuche dich Schritt für Schritt damit zu befassen in deine Räume und Schränke zu sehen und dich von Dingen zu verabschieden. Das kann Kraft kosten und bedarf womöglich einer helfenden Hand, die dich unterstützt.
- Benutze deine Schätze und schiebe es nicht auf „Irgendwann“. S0 kann es dir vielleicht passieren, dass du besonderes Porzellan oder Keramik für die Feiertage angeschafft hast. Das „gute“ Geschirr bleibt also im Schrank und wartet auf seinen Einsatz für den einen Tag im Jahr. Mache dir klar, dass jeder Tag Gehalt hat und einen Wert in deinem Leben einnimmt. Und das Gefühl Qualität in der Hand zu halten, verschafft Dir selbst auch ein wertvolles Gefühl. Du bist es wert!
Erstmal hell!
Die altbekannte Glühbirne in der Baustellenfassung an der Decke, wer kennt Sie nicht? Dieses Provisorium erfüllt seinen Zweck, es macht die Räume hell, wenn es draußen dunkel ist. Und oft bleibt es bei dieser Beleuchtungslösung für eine lange Zeit, weil einem der Atem während des nervigen Umzugs ausgeht.
Was man vergisst, ist, dass das Licht wirklich eines der wichtigsten Mittel ist, um Gemütlichkeit und Atmosphäre zu schaffen.
Was dann passiert:
- Die Räume wirken unvollendet und ungemütlich.
- Die Konzentration schwindet, da das meiste „schlechte“ Licht auch schlecht für die Augen ist.
- Du bist genervt von dem Anblick: Die Baustellenfassung ist ja auch keine Augenweide.

Wo fängst du an:
- Tageslicht: Schau dir an, wie deine Wohnung ausgeleuchtet ist. Wo hast du viel Tageslicht und wo wenig? Tageslicht, sogar bei bedeckten Himmel gibt Energie und hilft dir dich zu konzentrieren. Außerdem macht Tageslicht eine besondere Ausleuchtung der Räume, die du mit Kunstlicht nie erreichst. Du kannst deine Möbel und Tätigkeiten an bestimmte Orte legen, um das Tageslicht zu nutzen.
- Grundbeleuchtung: Grundbeleuchtung bezieht sich auf die grundlegende Lichtversorgung in einem Raum oder Bereich, die eine gleichmäßige und ausreichende Helligkeit gewährleistet, um Aktivitäten sicher und komfortabel durchführen zu können. Sie bildet die Basis für die Beleuchtung eines Raumes und sorgt dafür, dass keine dunklen Ecken entstehen, in denen man stolpern oder andere Gefahren übersehen könnte. Wenn du darauf achtest eine Lichtquelle mit einer Lichtfarbe zwischen 2700-3000Kelvin (Warmweiß), dann trägt dies dazu bei, dass es gemütlicher wird. Vielleicht besteht die Möglichkeit diese Beleuchtung mit einem Dimmer zu versehen, sodass du bei Bedarf die Helligkeit dimmen kannst. Das wäre optimal.
- Atmosphärisches Licht: Wandleuchten, Tischleuchten, Stehleuchten… Nutze mehrere Lichtquellen mit einer geringeren Helligkeit, um eine gemütliche Atmosphäre herzustellen. Am besten 2-3 Lichtquellen in unterschiedlichen Höhen und Positionen im Raum. Kerzenlicht rundet das ganze natürlich ab!
Meist sind es die Vielzahl an kleinen Dingen, die sich mit der Zeit anhäufen und zu einem ungemütlichen großen Ganzen werden.
Starte im Kleinen und du wirst den Unterschied merken. Für ein Wohngefühl, welches dich einhüllt, wenn du nach Hause kommst.




