90 % unseres Lebens halten wir uns in geschlossenen Räumen auf, 60 % davon in unserem Zuhause.

Ich bin mir sicher, dass du bemerkst, welche Räume sich gut anfühlen, wo du dich mehr wohlfühlst als in anderen. Vielleicht eher unbewusst, aber dort kannst du dich besser konzentrieren, du hältst dich dort gerne auf. Es ist ein (Wohl-) Gefühl!

Innenarchitektur ist mehr als perfekt inszenierte Räume für das perfekte Foto auf Instagram. Es ist mehr als ein luxuriöses Haus mit Designer-Möbeln. Es ist mehr als ein Haufen aus Farbe und Material.

Für mich ist es das Raumgefühl, welches durch das Zusammenspiel vieler Aspekte erzeugt wird. Es geht um ein Wohlfühlen in meinem Zuhause (und auch allen anderen Räumen, in denen ich mich aufhalte). Das Wohlfühlen wird erzeugt durch die „richtigen“ Zutaten (Materialien, Farben, Licht, dem Ort selbst), aber auch durch die Aktion, die an dem Ort stattfindet. Auch die Funktionalität ist ein wichtiger Faktor, damit Alltag und (familiäres) Zusammenleben gut funktionieren kann.

Darum sollte Innenarchitektur kein Luxus sein, sondern Bestandteil unseres Alltags. Ein gut gestalteter Raum kann diesen verbessern.

Was ich unter gut gestalteten Räumen verstehen und wovon ich überzeugt bin

Das Konzept ist Alles!

Wenn ich neue Projekte starte, geht es im Kern zuerst darum ein Konzept zu finden. Meist ist dies ein Zusammenspiel aus Grundrissgestaltung, Bedürfnissen/Funktionen und Details. Jedes Projekt ist individuell und erfordert einen neuen Blick.

Finde den Roten Faden!

Wenn das Konzept steht, ermöglicht es dir alle anfallenden gestalterischen Fragen daran auszurichten. Es lässt sich auf kleine und große Vorhaben übertragen und dadurch entsteht ein roter Faden in allen Räumen. Es wird eine Einheit!

Dies Bedarf auch Arbeit und das Vertrauen in den Prozess: Sammeln von Ideen, Ziele formulieren, reduzieren/konzentrieren, verfeinern und umsetzen. Reflektieren.

Weniger ist mehr!

Räume brauchen Raum zum Atmen. „Leere“ bedeutet nicht, dass etwas fehlt. Die Einfachheit ist meist der Schlüssel, um die Dinge die da sind zum „Strahlen“ zu bringen. Gut ausgewählte Raumelemente, die Funktion und Bedürfnis erfüllen, brauchen meinst keine Ergänzungen mehr. Wenn ein Raum „voll“ ist, ist es für mich ein Zeichen dafür, dass er nicht gut funktioniert und der Nutzer eine Lösung gesucht hat indem er weitere Möbel dazu stellt, meist ohne langfristigen Erfolg.

Weniger, aber dafür besser!

Deshalb macht es Sinn sich kritisch zu überlegen was wirklich benötigt wird und wie man dies in eine gute Form bringen kann, die über lange Zeit funktionieren kann.

Atmosphäre = Licht, Material, Detail

Eine Atmosphäre zum Wohlfühlen schaffen. Das wünscht sich jeder für sein Zuhause. Räume, die zurückhaltend und zugleich warm wirken, faszinieren mich.

LICHT: Eine angenehme Atmosphäre wird vor Allem durch Licht erreicht. Lichtkonzepte zu entwickeln, die alle Bedürfnisse erfüllt und am Ende ein Wohlfühlgefühl herstellt, erfüllt mich.

MATERIAL UND FARBE: „Echte“ Materialien, die altern dürfen. Holz, Stein, Textilien etc. Die Natürlichkeit der Materialien verschafft das Gemütliche, was mit Imitaten nie erreicht werden kann.

Genauso wichtig sind Farben. Für mich sind beides ein Gedankenpunkt, da ich Material und Farbe als Oberflächen sehe, die immer im Zusammenspiel betrachtet werden muss. Denn jedes Möbel, jedes Raumelement hat eine „Farbe“.

DETAIL: Die Summe der Details erschafft den Raum. Es sind die kleinen Dinge, die ein Raumerleben „rund“ machen. Die Summe dieser Erlebnisse formen dein Raumgefühl.

Was ich damit meine? Angefangen bei der Türklinke: Farbe, Form, Haptik. Wie fühlt sich diese Klinke in deiner Hand an? Bis zum Bett in deinem Schlafzimmer: Material, Formsprache und Umgebung. Wie fühlt sich der Bezug und die Matratze an?

Es gibt so viele Aspekte, die dazu beitragen können, dass du dich wohlfühlst oder nicht. Wenn es zu viele Details gibt, die von schlechter Qualität sind, in deinen Augen „unschön“ oder auch einfach nicht gut funktionieren, wirst du dich auf Dauer dort nicht wohlfühlen.

Aus dem Grund macht es mir auch so viel Freude gute Möbel und nachhaltige Design zu erschaffen und zusammen zu stellen, die dann dauerhaft Freude bereiten.   

Was ein Zuhause für mich bedeutet

Für mich ist mein Zuhause ein Kokon: Ein Ort, der mich vor der Welt da draußen abschirmt. Nach Hause kommen und aus den Alltagsklamotten raus, in meinen Kuschelpulli und Leggings. Genau diese Funktion hat das Zuhause im Übergeordneten Sinne für mich. Nicht zu Unrecht bezeichnet man den Raum als „Dritte Haut“.

Ein Ort, der „echt“, bequem, einladend, gemütlich ist und an dem Familie und Freunde immer willkommen sind. Aber auch ein Ort, der in Form und Farbe zurückhaltend und reizreduzierend ist, trotzdem atmosphärisch und warm. Hier erde ich mich.

Aber dieser Ort verändert sich auch mit uns, hier dürfen Dinge reduziert werden und neue dazu kommen. Es gibt kein „fertig“. Und darin liegt der Spaß. Neue Bedürfnisse erfordern Veränderung, das räumliche Konzept darf sich weiterentwickeln. Mein kreativer Kopf darf dann wieder arbeiten. 

Warum ich glaube, dass gute Räume dein Leben verbessern

1. Erhöhte Lebensqualität: Eine gut gestaltete Umgebung fördert dein Wohlbefinden und deine Zufriedenheit im Alltag.

2. Funktionalität: Durch durchdachte Raumaufteilungen und Möbelanordnungen wird der Alltag effizienter und stressfreier.

3. Ästhetik: Ansprechendes Design und harmonische Farben können deine Stimmung heben und eine positive Atmosphäre schaffen.

4. Ergonomie: Gute Innenarchitektur berücksichtigt ergonomische Aspekte, die deinen Komfort und deine Gesundheit fördern.

5. Lichtnutzung: Durch gezielte Lichtgestaltung wird der Raum heller und einladender, was sich positiv auf deine Energie und Produktivität auswirkt.

6. Akustik: Eine durchdachte Raumgestaltung kann Geräusche reduzieren und für eine ruhigere Umgebung sorgen, was besonders für hochsensible Menschen wichtig ist.

7. Persönlicher Ausdruck: Innenarchitektur ermöglicht es dir, deinen persönlichen Stil und deine Identität auszudrücken, was zu einem stärkeren Gefühl der Zugehörigkeit führt.

8. Nachhaltigkeit: Gute Innenarchitektur kann umweltfreundliche Materialien und Praktiken integrieren, was nicht nur der Umwelt, sondern auch deinem Gewissen zugutekommt.

9. Flexibilität: Durch multifunktionale Räume kannst du deine Wohn- oder Arbeitsumgebung an verschiedene Bedürfnisse anpassen.

10. Soziale Interaktion:
 Eine gut gestaltete Umgebung fördert die Kommunikation und Interaktion mit Familie und Freunden, was deine sozialen Beziehungen stärkt.


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